Komplikationen bei der Eizellentnahme

Komplikationen bei der Eizellentnahme

Vorbemerkung:
Wie grundsätzlich bei allen operativen Eingriffen gibt es Risiken auch so bei Kinderwunsch Luxemburg, Kinderwunsch Saarland, Kinderwunsch Kaiserslautern.
Sie wissen, dass es eine Verpflichtung Ihrer Ärzte ist, Sie als ihre Patienten über diese Risiken aufzuklären. Dies erfolgt über eine ‚Operationsaufklärung‘, die sie wenigstens 24 Stunden vor dem Eingriff von IVF-SAAR Saarbrücken-Kaiserslautern erhalten und VOR dem Eingriff unterschrieben wieder abgeben müssen.

Darin, ebenso wie auch an dieser Stelle, werden alle nur im Entferntesten denkbaren Komplikationsmöglichkeiten Erwähnung finden!

Selbstverständlich klingt das unvoreingenommen erst einmal Angst einflößend – lassen Sie sich davon aber bitte nicht abschrecken! Denn die alleinige vollständige Aufzählung bedeutet nicht, dass Komplikationen bei uns überhaupt in nennenswerter Weise eintreten!
Alle Ärzte in unserer Kinderwunsch-Praxis sind sehr erfahrene Operateure!
Im Ernstfall werden wir eher darauf verzichten einen Eierstock zu punktieren, als Ihre Gesundheit zu gefährden!

Im Einzelnen:

NARKOSE
Follikelpunktionen (Eizellentnahmen)  werden in unserem Eingriffsraum unter einer Kurznarkose durchgeführt, damit diese  kurze Maßnahme (üblicherweise nicht länger als 10 -15 Minuten) für Sie sicher schmerzfrei erfolgen kann.

Bei dieser Kurznarkose wird als Narkosemittel eine Kombination aus einem Schlaf- und einem Schmerzmittel über die Vene (intravenös) verabreicht.
Die beiden Substanzen ergänzen sich in ihrer Wirkung so, dass jeweils weniger von jedem Präparat benötigt wird. Die Eigenatmung bleibt dabei häufig erhalten – ergänzend wird Sauerstoff verabreicht.

Narkosezwischenfälle sind bei dieser Technik extremst selten – wie immer bei der individuellen menschlichen Natur können sie aber natürlich nie vollkommen ausgeschlossen werden.

An erster Stelle sind allergische Reaktionen auf ein Narkosemittel zu nennen, auch wenn man zuvor noch nie damit in Berührung gekommen sein sollte. Das Spektrum reicht von Juckreiz und Hautrötungen bis hin zu Atembeschwerden und, im sehr seltenen Extremfall, bis zu einem allergischen Schock.

Haben Sie bereits einen Narkosezwischenfall erlebt, beziehungsweise eine allergische Reaktion jedweder Art bei früheren Eingriffen gehabt, so ist es natürlich sehr wichtig die Anästhesistin / den Anästhesisten darüber zu informieren!

Deshalb erhalten alle Patienten vor jedem operativen Eingriff einen ausführlichen Anästhesie-Fragebogen, der ausgefüllt der Narkoseärztin / dem Narkosearzt vorher auszuhändigen ist. Darin sind ALLE bekannten Probleme vollständig einzutragen.

Tatsache ist: in über 20 Jahren hat es so bei IVF-SAAR Saarbrücken-Kaiserslautern noch keinen ernsthaften Narkosezwischenfall gegeben!

LAGERUNG
Wie Sie sicher wissen, kann es bei der Lagerung auf dem Operationstisch gelegentlich zu Nervenkompressionen kommen und Beschwerden an Wirbelsäule und Schultern.
Dies kommt in erster Linie bei vorgeschädigten Patienten vor. Um solche Komplikationen zu vermeiden, werden sie bereits vor der Narkose in die endgültige Lagerung zur Follikelpunktion gebracht. Sie können dann ihre Position mit unserer Hilfe so korrigieren, dass sie beschwerdefrei liegen.

FOLLIKELPUNKTION
Bei der eigentlichen Follikelpunktion verwendet der Arzt eine Hohlnadel, die auf eine vaginale Ultraschallsonde montiert wird und deren Lage im Ultraschall einprogrammiert ist. So hat der Arzt stets die Sichtkontrolle über die Position der Nadel.

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Im Rahmen der Punktion kann es natürlich – wie bei jedem anderen Hautstich auch – zu geringen Blutungen aus dem Stichkanal in die Scheide kommen. Ein blutiger Ausfluss, ggf. auch noch am kommenden Tag, ist dadurch erklärt, völlig unbedenklich und beeinflusst in keinster Weise den Erfolg der Behandlung.

In seltenen Fällen wird ein im Ultraschall nicht sichtbares Gefäß in der Scheidenwand getroffen – eine stärkere Blutung wird in über 99% so lange komprimiert, bis sie dauerhaft steht. In absoluten Ausnahmefällen muss eine Blutung durch eine selbstauflösende Naht versorgt werden.

Ist es in sehr wenigen, besonderen Fällen nicht anders möglich einen Eierstock zu erreichen, als durch die Blase zu stechen (was in den Anfängen unseres Schwerpunktbereiches routinemäßig geschah), so werden Sie darauf aufmerksam gemacht, dass Sie beim Wasserlassen noch Blut sehen können. Auch dies ist unbedenklich, da die Blasenwand mit einem Übergangsepithel ausgekleidet ist, dass sich dem jeweiligen Dehnungszustand der Blase anpassen kann und dadurch kleine Verletzungen schnell wieder verschlossen werden – ggf. wird Ihnen dann ein Antibiotikum verabreicht.

Ebenso extrem selten werden bei der Punktion größere Blutgefäße innerhalb des Körpers (meist am Eierstock) verletzt. Kommt eine solche stärkere Blutung nicht zum Stillstand, was man oft im Ultraschall erkennen kann – und nur dann – muss eine Verlegung ins Krankenhaus erfolgen, um die Blutung chirurgisch zum Stillstand zu bringen und/oder Bluttransfusionen zu verabreichen.

Patientinnen mit ausgedehnten Verwachsungen (Adhäsionen) im Bauchraum haben ein höheres Risiko, dass es durch die Punktion zu einer Darmverletzung kommen kann, die am Ende natürlich auch nur operativ zu korrigieren ist.
Wird Darm verletzt, kann die Folge eine Bauchfellentzündung (Peritonitis) sein, die sich gerne oft erst Tage später zeigt.
Sollten – auch Tage nach einer Punktion – bei Ihnen Fieber, Bauchschmerzen, Erbrechen, Verstopfung oder Durchfall auftreten, so sprechen sie uns darauf an. Sollten sie sich an andere Ärzte wenden, so vergessen sie nicht, Ihnen von der stattgehabten Eizellentnahme zu berichten.

INFEKTIONEN
Bei der Eibläschenpunktion führt der Zugang über die Scheide. Trotz der Tatsache, dass dies kein steriler Weg ist, sind Infektionen als Folge der Follikelpunktion praktisch unbekannt.
Im Rahmen der vorbereitenden Diagnostik wird bei jeder Patientin ein Vaginal-Abstrich zur Diagnostik von pathogenen Keimen in der Scheide durchgeführt und behandelt, falls der Abstrich positiv ausfällt.

 

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