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Komplikationen bei der Eizellentnahme

Komplikationen bei der Eizellentnahme

Vorbemerkung:
Wie grundsätzlich bei allen operativen Eingriffen gibt es Risiken auch so bei Kinderwunsch Luxemburg, Kinderwunsch Saarland, Kinderwunsch Kaiserslautern.
Sie wissen, dass es eine Verpflichtung Ihrer Ärzte ist, Sie als ihre Patienten über diese Risiken aufzuklären. Dies erfolgt über eine ‚Operationsaufklärung‘, die sie wenigstens 24 Stunden vor dem Eingriff von IVF-SAAR Saarbrücken-Kaiserslautern erhalten und VOR dem Eingriff unterschrieben wieder abgeben müssen.

Darin, ebenso wie auch an dieser Stelle, werden alle nur im Entferntesten denkbaren Komplikationsmöglichkeiten Erwähnung finden!

Selbstverständlich klingt das unvoreingenommen erst einmal Angst einflößend – lassen Sie sich davon aber bitte nicht abschrecken! Denn die alleinige vollständige Aufzählung bedeutet nicht, dass Komplikationen bei uns überhaupt in nennenswerter Weise eintreten!
Alle Ärzte in unserer Kinderwunsch-Praxis sind sehr erfahrene Operateure!
Im Ernstfall werden wir eher darauf verzichten einen Eierstock zu punktieren, als Ihre Gesundheit zu gefährden!

Im Einzelnen:

NARKOSE
Follikelpunktionen (Eizellentnahmen)  werden in unserem Eingriffsraum unter einer Kurznarkose durchgeführt, damit diese  kurze Maßnahme (üblicherweise nicht länger als 10 -15 Minuten) für Sie sicher schmerzfrei erfolgen kann.

Bei dieser Kurznarkose wird als Narkosemittel eine Kombination aus einem Schlaf- und einem Schmerzmittel über die Vene (intravenös) verabreicht.
Die beiden Substanzen ergänzen sich in ihrer Wirkung so, dass jeweils weniger von jedem Präparat benötigt wird. Die Eigenatmung bleibt dabei häufig erhalten – ergänzend wird Sauerstoff verabreicht.

Narkosezwischenfälle sind bei dieser Technik extremst selten – wie immer bei der individuellen menschlichen Natur können sie aber natürlich nie vollkommen ausgeschlossen werden.

An erster Stelle sind allergische Reaktionen auf ein Narkosemittel zu nennen, auch wenn man zuvor noch nie damit in Berührung gekommen sein sollte. Das Spektrum reicht von Juckreiz und Hautrötungen bis hin zu Atembeschwerden und, im sehr seltenen Extremfall, bis zu einem allergischen Schock.

Haben Sie bereits einen Narkosezwischenfall erlebt, beziehungsweise eine allergische Reaktion jedweder Art bei früheren Eingriffen gehabt, so ist es natürlich sehr wichtig die Anästhesistin / den Anästhesisten darüber zu informieren!

Deshalb erhalten alle Patienten vor jedem operativen Eingriff einen ausführlichen Anästhesie-Fragebogen, der ausgefüllt der Narkoseärztin / dem Narkosearzt vorher auszuhändigen ist. Darin sind ALLE bekannten Probleme vollständig einzutragen.

Tatsache ist: in über 20 Jahren hat es so bei IVF-SAAR Saarbrücken-Kaiserslautern noch keinen ernsthaften Narkosezwischenfall gegeben!

LAGERUNG
Wie Sie sicher wissen, kann es bei der Lagerung auf dem Operationstisch gelegentlich zu Nervenkompressionen kommen und Beschwerden an Wirbelsäule und Schultern.
Dies kommt in erster Linie bei vorgeschädigten Patienten vor. Um solche Komplikationen zu vermeiden, werden sie bereits vor der Narkose in die endgültige Lagerung zur Follikelpunktion gebracht. Sie können dann ihre Position mit unserer Hilfe so korrigieren, dass sie beschwerdefrei liegen.

FOLLIKELPUNKTION
Bei der eigentlichen Follikelpunktion verwendet der Arzt eine Hohlnadel, die auf eine vaginale Ultraschallsonde montiert wird und deren Lage im Ultraschall einprogrammiert ist. So hat der Arzt stets die Sichtkontrolle über die Position der Nadel.

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Im Rahmen der Punktion kann es natürlich – wie bei jedem anderen Hautstich auch – zu geringen Blutungen aus dem Stichkanal in die Scheide kommen. Ein blutiger Ausfluss, ggf. auch noch am kommenden Tag, ist dadurch erklärt, völlig unbedenklich und beeinflusst in keinster Weise den Erfolg der Behandlung.

In seltenen Fällen wird ein im Ultraschall nicht sichtbares Gefäß in der Scheidenwand getroffen – eine stärkere Blutung wird in über 99% so lange komprimiert, bis sie dauerhaft steht. In absoluten Ausnahmefällen muss eine Blutung durch eine selbstauflösende Naht versorgt werden.

Ist es in sehr wenigen, besonderen Fällen nicht anders möglich einen Eierstock zu erreichen, als durch die Blase zu stechen (was in den Anfängen unseres Schwerpunktbereiches routinemäßig geschah), so werden Sie darauf aufmerksam gemacht, dass Sie beim Wasserlassen noch Blut sehen können. Auch dies ist unbedenklich, da die Blasenwand mit einem Übergangsepithel ausgekleidet ist, dass sich dem jeweiligen Dehnungszustand der Blase anpassen kann und dadurch kleine Verletzungen schnell wieder verschlossen werden – ggf. wird Ihnen dann ein Antibiotikum verabreicht.

Ebenso extrem selten werden bei der Punktion größere Blutgefäße innerhalb des Körpers (meist am Eierstock) verletzt. Kommt eine solche stärkere Blutung nicht zum Stillstand, was man oft im Ultraschall erkennen kann – und nur dann – muss eine Verlegung ins Krankenhaus erfolgen, um die Blutung chirurgisch zum Stillstand zu bringen und/oder Bluttransfusionen zu verabreichen.

Patientinnen mit ausgedehnten Verwachsungen (Adhäsionen) im Bauchraum haben ein höheres Risiko, dass es durch die Punktion zu einer Darmverletzung kommen kann, die am Ende natürlich auch nur operativ zu korrigieren ist.
Wird Darm verletzt, kann die Folge eine Bauchfellentzündung (Peritonitis) sein, die sich gerne oft erst Tage später zeigt.
Sollten – auch Tage nach einer Punktion – bei Ihnen Fieber, Bauchschmerzen, Erbrechen, Verstopfung oder Durchfall auftreten, so sprechen sie uns darauf an. Sollten sie sich an andere Ärzte wenden, so vergessen sie nicht, Ihnen von der stattgehabten Eizellentnahme zu berichten.

INFEKTIONEN
Bei der Eibläschenpunktion führt der Zugang über die Scheide. Trotz der Tatsache, dass dies kein steriler Weg ist, sind Infektionen als Folge der Follikelpunktion praktisch unbekannt.
Im Rahmen der vorbereitenden Diagnostik wird bei jeder Patientin ein Vaginal-Abstrich zur Diagnostik von pathogenen Keimen in der Scheide durchgeführt und behandelt, falls der Abstrich positiv ausfällt.

 

Myome

Myome sind die häufigsten gutartigen Raumforderungen in der Gebärmutter einer Frau. Man geht davon aus, dass etwa 25% der Frauen über 30 in Deutschland mindestens ein Myom in ihrer Gebärmutter besitzen. Allerdings kommt es in etwa nur bei jeder vierten Frau zu Beschwerden. Diese äußern sich meist in Blutungsstörungen (zu starke Periode oder Zwischenblutungen) oder durch Schmerzen im Unterbauch. Je nachdem wie viele Myome in der Gebärmutter vorkommen, spricht man entweder von solitären (=einzelnen) Myomen  oder  von einem Uterus myomatosus, wenn mehrere Myome vorliegen. Von ihrer Form her sind Myome meist rund und im Ultraschall gut zu sehen.

Je nach der Lage innerhalb der Gebärmutter spricht man von submukösen (von der Schleimhaut ausgehend), intramuralen (in der Muskulatur sitzend), transmuralen (die gesamte Muskulatur der Gebärmutter durchsetzend) und subserösen (=der Gebärmutter von außen aufsitzenden) Myomen.

Myome können manchmal eine Ursache für einen unerfüllten Kinderwunsch darstellen. Kinderwunsch Kaiserslautern, Kinderwunsch Luxembourg, Kinderwunsch Luxemburg, Kinderwunsch Saarbrücken, Kinderwunsch Saarland, Kinderwunsch Trier sieht  nur in 3 % der Fälle als Hauptursache für die Unfruchtbarkeit diese Myome. Beim unerfüllten Kinderwunsch stellen in erster Linie die sogenannten submukösen Myome ein Problem dar und sollten vor Schwangerschaftseintritt und insbesondere vor einer gezielten Kinderwunschtherapie von Kinderwunsch Kaiserslautern, Kinderwunsch Luxembourg, Kinderwunsch Luxemburg, Kinderwunsch Saarbrücken, Kinderwunsch Saarland oder Kinderwunsch Trier

operativ entfernt werden. Dies gelingt problemlos von vaginal aus, in dem man in einer kurzen Vollnarkose über den Gebärmutterhals in die Gebärmutterhöhle hineingeht und mit einer Elektroschlinge das Myom ausschält.

Probleme insbesondere bei Kinderwunsch können aber auch die intra- transmural liegenden Myome bereiten, da sie einen ähnlich negativen Einfluss auf die Einnistung eines Embryos haben können, wie z.B. die submukösen Myome. Ihre Behandlung ist nicht immer leicht, weil zu entscheiden ist, ob eine Operation ggf. durch spätere Narbenbildung nicht auch der schlechtere Weg sein kann. Diese Entscheidung wird oft auf der Basis der Größe und tatsächlichen Lage des/der Myome gefällt und kann nicht dogmatisch sein.

Neuerdings finden auch neue medikamentöse Ansätze Gebrauch (selektive Progesteron-Rezeptor Modulatoren), die nicht so nebenwirkungsreich sind, wie z.B. die GnRH-Downregulation, bei der jegliche Hormonausschüttung unterdrückt wird und es zu Beschwerden kommen kann, wie in den Wechseljahren. Allerdings sind die Erfahrungen damit – speziell bei Kinderwunsch – noch nicht ausreichend.

Liegen Myome ohne Kontakt zur Gebärmutterhöhle, ist es auch im Falle eines unerfüllten Kinderwunsches oft möglich, auf eine operative Entfernung zu verzichten. Dies sollte mit den behandelnden Frauenärzten im Vorfeld besprochen und entschieden werden.

Im Falle einer Schwangerschaft können vor allem in den ersten sechs Monaten in einigen Fällen isoliert starke Schmerzen im Bereich des Myoms auftreten. Dies ist meist in einer reduzierten Blutzufuhr begründet. Selten kann ein großes Myom bei entsprechender Lage ein Geburtshindernis darstellen, so dass ein geplanter Kaiserschnitt durchgeführt werden muss. Das Risiko einer Fehlgeburt und Frühgeburt kann bei Frauen mit sehr großen Myomen leicht erhöht sein.

 

Dr. Sascha Tauchert

Das ovarielle Hyper(= Über)- Stimulations- Syndrom (OHSS)

Dieses Krankheitsbild tritt nur im Zuge einer kontrollierten,  hormonellen Stimulationsbehandlung bei der Vorbereitung einer extrakorporalen Befruchtung (IVF/ICSI), bei der Vorbereitung auf eine Insemination oder bei der Vorbereitung auf einen Verkehr zum Optimum auf.

Es wird die leichte (ca. 30%), mittelgradige (3-8%) und schwere Form des OHSS von Kinderwunsch Kaiserslautern, Kinderwunsch Luxembourg, Kinderwunsch Luxemburg, Kinderwunsch Saarbrücken, Kinderwunsch Saarland, Kinderwunsch Trier unterschieden.

Leichte und mittelgradige OHS-Syndrome machen kaum Beschwerden und sind problemlos handhabbar.
Schwere Verlaufsformen, die schlimmstenfalls zu einem Krankenhausaufenthalt mit Infusionsbehandlung führen, kommen nur in weniger als 1 % vor.
Jeder Behandler versucht sie nicht nur – wenn möglich – zu vermeiden, sondern so frühzeitig zu erkennen, dass gegengesteuert, oder die Behandlung abgebrochen werden kann.

Dies ist leider nicht möglich bei der so genannten late-onset Form, also eines OHSS, das erst sehr spät – eben verzögert – mit dem Eintritt einer SS entsteht.

Was ist ein schweres OHSS?

Kurz gesagt: das Heranreifen zu vieler Follikel mit Nebenwirkungen. Wie

  1. Vergrößerung der Eierstöcke über 10 cm im Durchmesser, oft einhergehend mit Spannungsgefühl und Schmerzen der Eierstöcke.
  2. Wasseransammlung (Aszites) in Körperhöhlen – üblicherweise im Bauchraum mit Zunahme des Bauchumfanges.
  3. Dadurch Risiko der Eindickung des Blutes mit schlimmstenfalls Thrombose-gefahr.

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Wie kommt es zu einem OHSS?

In einem natürlichen Zyklus reift in der Regel aus der Menge der in diesem Monat vom eigenen Körper zur Verfügung gestellten Eianlagen (Startgruppe) nach einem anfänglichen ‚Wettlauf’ schließlich nur ein Eibläschen heran (= der Leitfollikel). Diese  ‚Startgruppe’ von Eianlagen nennt man auch die individuelle Kohorte und sie ist naturgegeben von Frau zu Frau unterschiedlich groß.

 

Besonders groß ist sie z.B. bei Patientinnen mit einem PCO-Syndrom, was beschreibt, was es ist: Poly-Cystisches-Ovar-Syndrom (Eierstöcke mit sehr (zu) vielen Eianlagen (Follikeln = Cysten).

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Zur Eizellpunktion im Rahmen einer IVF- oder ICSI-Behandlung bei Kinderwunsch Kaiserslautern, Kinderwunsch Luxembourg, Kinderwunsch Luxemburg, Kinderwunsch Saarbrücken, Kinderwunsch Saarland, Kinderwunsch Trier

wünscht man es sich, mehrere Eizellen zu entnehmen, um dem Paar eine höhere Befruchtungsrate und somit auch eine höhere Schwangerschaftschance zu ermöglichen.

Daher ist es das erklärte Ziel, durch die Stimulation mit natürlichen Hormonen (Gonadotropine = FSH = Follikel stimulierendes Hormon) die Eierstöcke in der Weise zu aktivieren, dass aus der Menge der vorhandenen Eianlagen entweder nur 1 Eibläschen, oder alle Eibläschen der Kohorte zur Reifung kommen können.
Die Schwierigkeit liegt darin, dass Antworten des Körpers oft nach dem ‚Schwellenprinzip’ funktionieren: bleibt man unterhalb einer Wirkschwelle passiert nichts, liegt man darüber, reagieren alle angesprochenen Wirkorte. D.h. in diesem Fall: je größer die persönliche Kohorte, umso höher ist das Risiko auf Entstehung eines OHSS.

Der  Entstehungsmechanismus der Überstimulation ist nicht genau geklärt. Die Höhe des Oestradiolspiegels und die Konzentration bestimmter vaskulärer Wachstumsfaktoren im Blut spielen eine wichtige Rolle neben dem zentralen, das OHSS auslösenden Hormon HCG (human Chorion Gonadotropin), dem Schwangerschaftshormon.

Es wird 1 Mal angewendet zur Eisprungauslösung und entsteht in steigender und nicht zu bremsender Menge, wenn man schwanger geworden ist (= late-onst-OHSS, s.o.).

Offensichtlich kann es dazu führen, dass die Gefäßwände für größere Blutbestandteile (Proteine = Eiweiße) durchlässig werden, sodass sie sich z.B. im Bauchraum ansammeln können und der Körper versucht diesen neu entstandenen Dichtegradienten durch Nachstrom von Wasser aus den Gefäßen zu verdünnen (= Entstehung von Aszites nach dem osmotischen Prinzip).

Viel trinken und eiweißreiche Kost sind dann also angesagt, um diesen Prozess auszugleichen und der Verdickung des Blutes durch Flüssigkeitsverlust entgegenzuwirken.

Nur in sehr vereinzelten Fällen ist überhaupt, wie bereits oben erwähnt, ein Krankenhausaufenthalt zum Auffüllen des Kreislaufs mit Infusionen notwendig – eine genaue Anweisung, wie ärztlicherseits damit umzugehen ist, weil eben so selten, halten wir für Sie vor.

Die Ärzte von Kinderwunsch Kaiserslautern, Kinderwunsch Luxembourg, Kinderwunsch Luxemburg, Kinderwunsch Saarbrücken, Kinderwunsch Saarland oder Kinderwunsch Trier  überwachen den Verlauf ihrer Stimulationsbehandlung daher sehr genau, um jede nachteilige Nebenwirkung von Ihnen abzuwenden.

 

Russu

Wie beeinträchtigen Rauschgifte die Fruchtbarkeit des Mannes?

Kinderwunsch Saarland, Kinderwunsch Trier, Kinderwunsch Kaiserslautern und Kinderwunsch Luxemburg informiert über die Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit des Mannes bezugnehmend auf Rauschgifte.

 

Wie beeinträchtigen Rauschgifte die Fruchtbarkeit des Mannes?

 

 

Auch schon bei jungen Männern kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigt sein.

Entscheidend für die Fruchtbarkeit ist die Produktion einer ausreichenden Anzahl gesunder Spermien. ( Menge, Beweglichkeit, Aufbau)
Dieser Vorgang hängt von einer komplexen hormonellen Steuerung ab, die u.a. durch Drogen durcheinander gebracht werden kann.

1. CANNABIS


Cannabis ist weit verbreitet, da es eine naturbelassene Substanz ist.

Cannabis enthält als Hauptwirkstoff THC (Tetrahydrocannabiol), das die Spermaproduktion nachweislich hemmen  kann und die Beweglichkeit und Zahl an lebensfähigen Spermien reduziert.
THC dockt an denselben Rezeptoren an, die auch von körpereigenen Substanzen (Endocannabinoide) besetzt werden. Endocannabinoid-Rezeptoren finden sich unter anderem in den Hoden und sind dort an der Steuerung der Spermienproduktion beteiligt.
So gelangt das THC beim Kiffen nicht nur ins Gehirn, sondern über die Blutbahn auch zu den Hoden, wo es an den entsprechenden Rezeptoren anbindet und so die Hypothalamus-Hypophysen-Hoden-Achse stören kann. Studien wiesen bei chronischen Cannabiskonsumenten einen signifikant niedrigeren Testosteronspiegel auf. Je niedriger der Testosteronspiegel, desto höher das Risiko einer verminderten Spermienproduktion.
Allerdings verringert sich nicht nur die Anzahl der Spermien sondern auch deren Qualität. THC schränkt nämlich auch das Bewegungsvermögen der Spermien ein.
Ein wichtiger Hinweis scheint die Konsummenge. Je höher der Konsum, desto niedriger wurden die Testosteronwerte gemessen.

Fazit: Cannabiskonsum muss nicht zwangsläufig zu Unfruchtbarkeit führen, jedoch:
bei unerfülltem Kinderwunsch sollte auf Cannabiskonsum verzichtet werden!

2. ECSTASY und SPEED

Hierbei handelt es sich um Amphetamine, die chemisch hergestellt werden.
Bezüglich der Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit liegen derzeit nur Tierstudien vor.
Diese konnten jedoch deutlich belegen, dass die normale Aktivität der Hypothalamus-Hypophysen-Hoden-Achse und damit auch die Produktion von Teststeron deutlich beeinträchtigt ist.
Der erniedrigte Testosteronspiegel kann eine verminderte Spermienproduktion zur Folge haben.
Genauere Untersuchungen der Auswirkungen von Ecstasy auf die Hoden und die Qualität der Samenzellen von Ratten zeigten signifikant häufiger Schäden an der in den Spermien enthaltenen Erbsubstanz ( DNA) sowie in den Hodenkanälchen, in denen die Spermien produziert werden. Reduzierte Beweglichkeit oder äußerliche Auffälligkeiten konnten nicht festgestellt werden.

3. KOKAIN

 

Erkenntnisse über die Auswirkung von Kokain auf die männliche Fruchtbarkeit stammen überwiegend aus Tierstudien.

Ratten, die im Tierexperiment über mehrere Monate mit Kokain versorgt wurden, hatten, verglichen mit abstinenten Artgenossen, eine etwa um die Hälfte reduzierte Wahrscheinlichkeit Nachwuchs zu zeugen.

In den Spermien produzierenden Hodenkanälchen wurden degenerierte und abnorme Spermien gefunden. Sowohl in hohen als auch in niedrigen Dosen hatte Kokain negative Effekte auf die Spermaproduktion.

Durch hohe Dosen von Kokain wurde zudem die Blutversorgung der Hoden deutlich beeinträchtigt.

 

 

Otte

Die Präimplantationsdiagnostik in der Region Kinderwunsch Trier und Kinderwunsch Saarland (PID)

Kinderwunsch Trier

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Kinderwunsch Kaiserslautern

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Die Präimplantationsdiagnostik in der Region Kinderwunsch Trier und Kinderwunsch Saarland (PID)

 

Unter einer Präimplantationsdiagnostik versteht man die Untersuchung von Embryonen im Labor auf chromosomale oder genetische Veränderungen VOR dem Eintritt einer Schwangerschaft.

Davon zu unterscheiden ist die Pränataldiagnostik bei der der Embryo oder der Foetus WÄHREND einer bereits laufenden Schwangerschaft, üblicherweise auf seine chromosomale Unversehrtheit hin untersucht wird. Bekanntestes Beispiel ist hier die Fruchtwasserpunktion zur Abklärung einer Trisomie 21.

 

Das Paar muss sich für eine PID einer In-Vito-Fertilisation (IVF) oder einer Mikroinjektions-Behandlung (ICSI) unterziehen, da nur durch diese Methoden die Embryonen für eine Untersuchung gewonnen werden können.

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Das Ziel ist es, nur die Embryonen für den Transfer in die Gebärmutter auszuwählen, die eine in der Familie bereits bekannte Veränderung nicht aufweisen um so einem Paar, das Träger einer schweren genetischen Störung ist, die Geburt eines gesunden und von dieser Krankheit nicht betroffenen Kindes zu ermöglichen.

 

Die Methode ist schon seit fast 20 Jahren bekannt und wurde seither technisch stetig verfeinert. Durch die Entschlüsselung des gesamten menschlichen Genoms ist es heute auch leichter, bei einer bestimmten Erkrankung an der ‚richtigen Stelle’ auf den verschiedenen Chromosomen zu suchen.

 

Bis vor kurzem war sie in Deutschland, auch in der Kinderwunsch Trier Region und in der Kinderwunsch Saarland Region, verboten. Man befürchtete die missbräuchliche Verwendung als Selektionsinstrument für „nicht erwünschtes“ Leben. Seit  letztem Jahr liegt nun auch in Deutschland ein Gesetz vor, dass den Einsatz der PID innerhalb sehr enger Grenzen gestattet.

 

Zurzeit sind die Bundesländer gefragt, dieses Gesetz in konkrete Durchführungsbestimmungen zu übersetzen. Solange dies noch nicht geschehen ist, kann das Verfahren nicht routinemäßig angeboten werden.

 

Indikation für die PID:

Zielgruppe für diese Technik sind Elternpaare, bei denen bei einem oder beiden Partnern eine schwere genetische Erkrankung vorliegt, die mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die Kinder übertragen werden wird.

 

Ein Beispiel ist die Chorea Huntington. Diese Erkrankung wird im Erwachsenenalter ohne Ausnahme symptomatisch. Die Träger dieses Gens auf dem Chromosom 4 versterben wenige Jahre nach ihrem Ausbruch, da es  keine Heilung für das Leiden gibt. Ein Betroffener gibt das Gen mit 50%iger Wahrscheinlichkeit an seine Nachkommen weiter, die dann ebenfalls unweigerlich erkranken.

 

Ist die Genträgerschaft bekannt, so kann hier eine IVF durchgeführt werden, obwohl keine Sterilität vorliegt. Die so entstandenen Embryonen werden bis zu einer bestimmten Entwicklungsstufe kultiviert. Dann entnimmt man jeweils eine embryonale Zelle. Dies schädigt den Embryo nicht.  Die Zellen werden nun mit Hilfe molekularbiologischer Methoden hinsichtlich der Chromosomen oder, wie im obigen Beispiel, gezielt auf das Vorliegen des spezifischen kranken Genes, untersucht.

Wird die Anomalie festgestellt, so wird dieser Embryo verworfen. Der Patientin werden lediglich Embryonen übertragen, die die Anomalie nicht aufweisen.

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In Deutschland erfolgt hier in keinster Weise ein „Screening“ auf genetische Perfektion des künftigen Kindes oder gar eine Auswahl besonders geschätzter biologischer Merkmale wie Geschlecht, Haar, Augenfarbe oder gar Intelligenz).

 

Es geht allein darum, dem betroffenen Paar die Chance auf ein gesundes Kind zu geben, ohne dass die Frau zuerst schwanger wird und man die Krankheit gegebenenfalls durch eine Fruchtwasseruntersuchung im 4. Schwangerschaftsmonat diagnostizieren muss.

Diese Paare haben oft im engsten Familienkreis oder selbst schon sehr viel Leid erfahren, da in manchen Fällen die Diagnose einer genetischen Erkrankung erst nach Geburt eines ersten kranken Kindes (z.B. bei Mukoviszidose) gestellt werden kann.

 

Durchführung einer PID in der Region Kinderwunsch Kaiserslautern und Kinderwunsch Luxemburg:

Den Embryonen werden je 1 bis zwei Zellen entnommen, wenn sie ca.  8 Zellen beinhalten, bzw. bereits das Blastozystenstadium erreicht haben. Diese Entwicklungsstadien werden bereits nur von 50 bis 75% der befruchteten Eizellen erreicht. In Deutschland wird die sogenannte Trophoblastbiopsie Anwendung finden. Im Blastozystenstadium, an Tag 5-6 der Entwicklung, hat sich der Embryo bereits in eine innere Zellmasse und in den sie umgebenden Trophoblasten differenziert, aus dem später die Plazenta hervorgehen wird.

Dieser Zellschicht, die bereits zu diesem frühen Zeitpunkt kein eigenständiger Embryo mehr werden kann, wird nun die Probe entnommen. Dies geschieht unter hochauflösenden Mikroskopen mit Hilfe sehr feiner Instrumente oder Laser, um jede Verletzung des Embryos zu vermeiden.

Zum heutigen Zeitpunkt ist noch nicht abschließend geklärt, ob dieser Eingriff bei aller Vorsicht ein Risiko für den Embryo und das daraus entstehende Kind darstellt oder nicht. Die bisherigen Studienergebnisse sind ermutigend.

Nach der Biopsie entscheidet die jeweilige Fragestellung über das technische Vorgehen. Die Analyse kann daher auch zwischen wenigen Stunden und einem Tag dauern. Auf die verschiedenen Techniken kann hier nicht eingegangen werden, sie werden dem betroffenen Paar vor der Behandlung erläutert.

Ergebnisse:

In über 90% der untersuchten Embryonen kann ein Ergebnis erwartet werden. Wenn Embryonen gefunden werden, die von der Anomalie verschont sind, so werden sie in die Gebärmutter transferiert, so wie bei jeder IVF Behandlung.

Die Schwangerschaftsraten sind hier sehr gut, da neben der Erbkrankheit in der Regel keine Sterilitätsproblematik vorliegt. Überzählige, gesunde Embryonen können selbstverständlich für weitere Zyklen kryokonserviert werden.

 

Offene Fragen:

Offen ist zurzeit noch der Nutzen einer PID für den älteren Patientinnenkreis. ?Man erhoffte sich hier, die bei diesen Frauen häufiger vorkommenden Embryonen mit zu hoher Chromosomenzahl (Aneuploidie) zu diagnostizieren und nur diejenigen zu transferieren, die diese Abweichung nicht tragen. Dies sollte aufgrund theoretischer Überlegungen die Schwangerschaftsrate dieser Sterilitätspatientinnen erhöhen. Die Studienergebnisse sind jedoch nicht sehr positiv und zeigen zurzeit keine erhöhten Schwangerschaftsraten.

 

Offen ist vor allem, wie die PID in Zukunft in Deutschland und in der Kinderwunsch Trier Region konkret organisiert werden wird.

 

 

Dr. med. Annette Russu