Wie beeinträchtigen Rauschgifte die Fruchtbarkeit des Mannes?

Kinderwunsch Saarland, Kinderwunsch Trier, Kinderwunsch Kaiserslautern und Kinderwunsch Luxemburg informiert über die Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit des Mannes bezugnehmend auf Rauschgifte.

 

Wie beeinträchtigen Rauschgifte die Fruchtbarkeit des Mannes?

 

 

Auch schon bei jungen Männern kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigt sein.

Entscheidend für die Fruchtbarkeit ist die Produktion einer ausreichenden Anzahl gesunder Spermien. ( Menge, Beweglichkeit, Aufbau)
Dieser Vorgang hängt von einer komplexen hormonellen Steuerung ab, die u.a. durch Drogen durcheinander gebracht werden kann.

1. CANNABIS


Cannabis ist weit verbreitet, da es eine naturbelassene Substanz ist.

Cannabis enthält als Hauptwirkstoff THC (Tetrahydrocannabiol), das die Spermaproduktion nachweislich hemmen  kann und die Beweglichkeit und Zahl an lebensfähigen Spermien reduziert.
THC dockt an denselben Rezeptoren an, die auch von körpereigenen Substanzen (Endocannabinoide) besetzt werden. Endocannabinoid-Rezeptoren finden sich unter anderem in den Hoden und sind dort an der Steuerung der Spermienproduktion beteiligt.
So gelangt das THC beim Kiffen nicht nur ins Gehirn, sondern über die Blutbahn auch zu den Hoden, wo es an den entsprechenden Rezeptoren anbindet und so die Hypothalamus-Hypophysen-Hoden-Achse stören kann. Studien wiesen bei chronischen Cannabiskonsumenten einen signifikant niedrigeren Testosteronspiegel auf. Je niedriger der Testosteronspiegel, desto höher das Risiko einer verminderten Spermienproduktion.
Allerdings verringert sich nicht nur die Anzahl der Spermien sondern auch deren Qualität. THC schränkt nämlich auch das Bewegungsvermögen der Spermien ein.
Ein wichtiger Hinweis scheint die Konsummenge. Je höher der Konsum, desto niedriger wurden die Testosteronwerte gemessen.

Fazit: Cannabiskonsum muss nicht zwangsläufig zu Unfruchtbarkeit führen, jedoch:
bei unerfülltem Kinderwunsch sollte auf Cannabiskonsum verzichtet werden!

2. ECSTASY und SPEED

Hierbei handelt es sich um Amphetamine, die chemisch hergestellt werden.
Bezüglich der Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit liegen derzeit nur Tierstudien vor.
Diese konnten jedoch deutlich belegen, dass die normale Aktivität der Hypothalamus-Hypophysen-Hoden-Achse und damit auch die Produktion von Teststeron deutlich beeinträchtigt ist.
Der erniedrigte Testosteronspiegel kann eine verminderte Spermienproduktion zur Folge haben.
Genauere Untersuchungen der Auswirkungen von Ecstasy auf die Hoden und die Qualität der Samenzellen von Ratten zeigten signifikant häufiger Schäden an der in den Spermien enthaltenen Erbsubstanz ( DNA) sowie in den Hodenkanälchen, in denen die Spermien produziert werden. Reduzierte Beweglichkeit oder äußerliche Auffälligkeiten konnten nicht festgestellt werden.

3. KOKAIN

 

Erkenntnisse über die Auswirkung von Kokain auf die männliche Fruchtbarkeit stammen überwiegend aus Tierstudien.

Ratten, die im Tierexperiment über mehrere Monate mit Kokain versorgt wurden, hatten, verglichen mit abstinenten Artgenossen, eine etwa um die Hälfte reduzierte Wahrscheinlichkeit Nachwuchs zu zeugen.

In den Spermien produzierenden Hodenkanälchen wurden degenerierte und abnorme Spermien gefunden. Sowohl in hohen als auch in niedrigen Dosen hatte Kokain negative Effekte auf die Spermaproduktion.

Durch hohe Dosen von Kokain wurde zudem die Blutversorgung der Hoden deutlich beeinträchtigt.

 

 

Otte

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